Der Deinerlinde Wochenbericht vom 03.02.2021
Endlich Musik!
Uns fehlt soviel seit fast einem Jahr. Die gemeinsamen Feste ganz sicher. Oft wird schmerzlich beklagt, dass es keine Gottesdienste und Wochenschlussandachten mehr gibt. Besonders vermissen alle die Musik: Die regelmäßigen Konzerte von Herrn Dehne und Herrn Beyer, die Auftritte der Chöre.
Umso erfreulicher war das kleine Überraschungskonzert von Ulrike Hastedt und Randolf Werner im Hof des Waldviertels am Samstagnachmittag zur Kaffeezeit. Auch wenn die Bewohner und Bewohnerinnen in den anderen Wohnbereichen an diesem musikalischen Gruß der Einbecker Kirchengemeinde nicht teilhaben konnten, so war es doch ein Vorgeschmack auf das was bald hoffentlich wieder möglich sein wird: Musikalische Auftritte im Haus und gemeinsames Singen.
Mit den Freunden von „Schall und Rauch“, dem genialen Berliner Vokalquartett, das sich inzwischen zum Quintett erweitert hat, haben wir zumindest schon mal einen Termin für den Oktober vereinbart und auch mit unseren anderen musikalischen Freunden werden wir zu gegebener Zeit wieder Kontakt aufnehmen.
Wahr ist aber auch dieses: Es steht zu befürchten, dass im Lande viele Chöre das Coronajahr nicht überlebt haben werden.
Deshalb die Ermutigung an alle Musiker im Land: Haltet durch! Wir tun es auch und freuen uns auf euch!
Es läuft!
Damit es in einem Altenheim „wie geschmiert läuft“, muss im Stillen die gut geölte Maschinerie der Haustechnik ihre Arbeit tun. Wobei „im Stillen“ nicht so ganz stimmt, denn die schwer beladenen Transportwagen machen manchmal schon gehörigen, aber unvermeidlichen Lärm – da nützt dann auch kein Schmieren und Ölen.
Aber was bewegen denn nun die drei Mitarbeiter der Haustechnik, Volker Ludwig, Dirk Wolf und Detlev Stelter so unablässig und sieben Tage die Woche?
Fragen wir doch mal nach!
„Wieviel Flaschen Wasser verteilen Sie in der Woche im Haus?“
„Drei Mal in der Woche fahren wir Wasser: Insgesamt etwa 2350 Flaschen.“
„Wieviel Wäsche fahren Sie wie oft?“
„Montags und dienstags bewegen wir jeweils etwa 55 Säcke Wäsche.“
„Wieviel Müll muss entsorgt werden?“
„Jeden Tag um die 20 Säcke aus allen Bereichen des Hauses.“
„Was kommt noch so alles ins Haus und muss verteilt werden?“
„Lieferungen aller Art. Die Verwaltung bekommt Papier geliefert, die Hauswirtschaft Toilettenpapier, die Pflege Schutz- und Hygieneprodukte.“
Am besten stellt man sich einmal vor, was man in seinem eigenen Haushalt an Organisations- und Beschaffungsaufwand betreibt und multipliziert es mit 120, um eine Ahnung von der notwendigen logistischen Herausforderung zu bekommen, vor denen ein Pflegeheim steht.
Termine für die Woche vom 8. bis 14. Februar 2021
Montag: 10.00 Uhr – Bingo
16.00 Uhr – Curling
Dienstag: 10.00 Uhr – Gymnastik
11.15 Uhr – Kartoffelclub
16.00 Uhr – Curling
Mittwoch: 10.00 Uhr – Baulöwen
11.15 Uhr – Kartoffelclub
Donnerstag: 10.00 Uhr – Kegeln
11.15 Uhr – Kartoffelclub
16.00 Uhr – Gymnastik – Frau Berger
Freitag: ab 9.00 Uhr – Marktwagen
10.00 Uhr – Ratestunde
11.15 Uhr – Kartoffelclub
Samstag: 11.15 Uhr – Kartoffelclub
Ich steh‘ im Regen und warte…
„Ich steh‘ im Regen und warte“, sang Zarah Leander 1937. In etwa so fühlen wir uns in der Deinerlinde gerade auch. Impfbereit und ungeduldig warten wir auf die Erstimpfung.
In Hamburg, so berichtet der NDR, erhalten die letzten Pflegeheime ihre Erstimpfung in dieser Woche. Wir, so hörten wir, sollen frühestens in zwei Wochen dran sein und auch dieser Termin scheint in Frage zu stehen.
Während in Mecklenburg-Vorpommern, nach Auswertung von Zeit-Online vom 3.2., 87 % des erhaltenen Impfstoffes bereits verimpft wurde, kommt Niedersachen gerade mal auf 55 % und kann sich auch nicht mehr damit herausreden, dass der Rest für die Zweitimpfungen zurückgehalten würde, da diese schon längst angelaufen sind.
Und schuld sind keinesfalls die engagierten Impfteams, die sich ebenso wie wir fragen, wo denn der niedersächsische Impfstoff bleibt.
Seit Beginn der Impfkampagne im Dezember streitet sich Niedersachsen, mal mit Sachsen, mal mit Nordrhein-Westfalen, um den Titel „wer impft am langsamsten“ und holt ihn sich meist auch. Niedersachsen sind eben stur: Haben sie den letzten Platz erst einmal erobert, geben sie ihn nicht so schnell wieder her.
Und was machen wir? Wir stehen weiterhin im Regen – und warten!
Volker Lemke









