Der Deinerlinde Wochenbericht vom 07.10.2020

Erntedank

Kein gemeinsames Erntedankfest dieses Jahr, kein Erntedankgottesdienst – Corona geschuldet. Trotzdem hat Dagmar Termer das Forum mit Erntegaben geschmückt, denn eigentlich war alles andere ja wie sonst. Seit dem Frühjahr wurde im Garten gearbeitet, wurde gesät und gepflanzt, gehegt und gepflegt, geerntet und verarbeitet. Grund also trotzallem zu danken und sich am Reichtum der Natur zu erfreuen.

Von Eiern und Kartoffeln

Dieser Reichtum der Natur findet auch seinen Weg in unsere Küche. Hierzu interviewe ich Andreas Otto (im Bild oben). Er weiß zu berichten, wie gut die Eier schmecken, die wir schon seit einiger Zeit als „Wieseneier“ zum Frühstück beziehen. Wiesenei bedeutet: Das Freilaufgehege samt Hühnerstall werden fortwährend auf einer Wiese versetzt und die Hühner haben so immer eine neue satte Wiese zum picken. Dank eines Polluxiergerätes können auf der Schale des Eies, aber auch innerhalb des Eies, alle Keime abgetötet werden, so dass es möglich ist, Eier von hart bis weich zu den Mahlzeiten anzubieten.

Auch unsere Bio-Kartoffeln, die der Kartoffelclub seit drei Wochen nahezu täglich schält, sind von hervorragender Qualität. Diesen Montag traf der Club sich aus einem besonderem Anlass. Es galt aus fünf Kartoffelsorten diejenige auszuwählen, die künftig als „Deinerlinde-Kartoffel“ angeboten werden soll. Nach einem „Testschälen“ lagen alle Kartoffeln gemäß den vier Schälkriterien (gut zu schälen, gut zu schneiden, richtige Größe, makellos) in etwa gleich auf. Bei der anschließenden Blindverkostung gelangten dann gleich drei Sorten in die Kategorie „geschmacklich sehr gut“. Laura, mit ihrer markanten roten Schale, Bernina und die altbekannte Linda. Alle drei Sorten werden künftig im Wechsel angeboten werden.

Das Fundament steht!

Im Gartenzimmer wurden, wie schon in den Wochen zuvor, weiter fleißig Lehmsteine gefertigt. Diese Arbeit wird uns noch viele Wochen beschäftigen. An der Backhausbaustelle selber aber wurde das Fundament vollendet. Herr Meyer und Herr Giese legten letzte Hand an und strichen es glatt. Mit einem Nagel wurde das Datum eingeritzt, an dem wir mit den ersten Vorarbeiten begonnen hatten: 1. Juli 2020 – Die Baulöwen.

Sieben Punktfundamente werden später das Fachwerk tragen, welches dann mit unseren Lehmsteinen ausgemauert werden soll. Ganz entscheidend aber ist, dass die Bodenplatte für den eigentlichen Backofen fertig wurde. Eine Woche muss sie noch aushärten und dann kann damit begonnen werden, den Sockel zu mauern, der die schweren Schamottsteine tragen wird. Der Sockel selber wird nicht aus den Lehmsteinen gemauert werden, sondern aus alten Backsteinen, die wir dank unserer Mitarbeiterin Andrea Wolter erhalten konnten und die von Herrn Ahrens und Herrn Meyer in den vergangenen Tagen emsig geputzt worden sind.

So also haben die Baulöwen schon mal allen Grund zufrieden mit dem bisher erreichten zu sein. Beim Start des Projektes vor drei Monaten hätte sich niemand einen solchen Baufortschritt vorstellen können. Und das nächste benötigte Material wird auch bald eintreffen. Noch lagern unsere Baumstämme im Wald. In drei Wochen aber werden sie ind Sägewerk gefahren werden und von dort aus in den Maronenhof. 15 Festmeter Holz warten dann auf die Bearbeitung durch die Baulöwen.