Der Deinerlinde Wochenbericht vom 03.03.2021
Zweitimpfungen in der Deinerlinde
Nach dem letzten Stand der Informationen, die wir aus dem Impfzentrum des Landkreises erhalten haben, wäre der reguläre Termin für die Zweitimpfungen der Bewohner und Bewohnerinnen mit dem Impfstoff der Firma „Biontech“ der kommende Dienstag, 9.März.
Sicher bestätigt ist dieser Termin allerdings noch nicht, doch wir bereiten uns zunächst mal auf Dienstag vor. Von Besuchen am Dienstag bitten wir deshalb abzusehen, sofern nicht Bevollmächtigte im Rahmen ihrer Vollmacht noch Fragen an den begleitenden Arzt haben.
Die Zweitimpfungen für die Mitarbeitenden, die mit dem Impfstoff der Firma „AstraZeneca“ geimpft werden, sollen erst in etwa sechs Wochen erfolgen.
Für die Bewohner und Bewohnerinnen ist davon auszugehen, dass bei ihnen der volle Impfschutz etwa eine bis zwei Wochen nach der Zweitimpfung vorliegen wird.
Wer weiß was?
Vieles nehmen wir für selbstverständlich ohne uns viele Gedanken darüber zu machen. Wir benutzen Begriffe, Redensarten, Namen und Ortbezeichnungen meist ohne uns zu fragen, woher sie kommen.
Unser Mitbewohner Herr Wille aber hat sich Gedanken gemacht: Über die Herkunft einer Ortsbezeichnung nämlich, mit der wir alle verbunden sind – dem Walkemühlenweg!
Woher, so fragt er, kommt dieser Name. So viel ist klar: Um eine Mühle geht es in der gewalkt wurde und vermutlich wurde diese Mühle nicht mit Wind, sondern sicherlich mit den zur Verfügung stehenden fließenden Gewässern angetrieben.
Walkmühlen, soviel war im Internet zu finden, gibt es in Europa seit dem 12. Jahrhundert. Mit Hammerwerken oder dem „Kollergang“, großen Sandsteinrollen, wurde Material zertrümmert oder weich gemacht.
Aber um welches Material ging es bei der Walkemühle, die unserer Straße ihren Namen gab? Wurden vielleicht, wie Herr Wille mutmaßt, Lumpen und Holzbrei zerstampft, um so Papier herzustellen? Schließlich gibt es in der Gegend ja immer noch einen Betrieb zur Papierherstellung, wie die „Hahnemühle“ in Relliehausen bei Dassel.
Oder wurde in der Walkemühle Stoff im Rahmen der Tuchproduktion gewalkt oder beispielsweise Wolle gefilzt?
Wer etwas weiß, meldet sich bei Herrn Wille und vielleicht können wir bereits in der nächsten Ausgabe das Rätsel lösen.
Termine für die Woche vom 08. bis 14. März 2021
Montag:
10.00 Uhr – Bingo
11.15 Uhr – Kartoffelclub
16.00 Uhr – Curling
Dienstag: Vermutlich Tag der Zweitimpfung, in dem Fall entfielen unten stehenden Angebote
10.00 Uhr – Gymnastik
11.15 Uhr – Kartoffelclub
16.00 Uhr – Curling
Mittwoch:
10.00 Uhr – Baulöwen
11.15 Uhr – Kartoffelclub
Donnerstag:
10.00 Uhr – Kegeln
11.15 Uhr – Kartoffelclub
16.00 Uhr – Gymnastik – Frau Berger
Freitag:
ab 9.00 Uhr – Marktwagen
10.00 Uhr – Ratestunde
11.15 Uhr – Kartoffelclub
Samstag:
11.15 Uhr – Kartoffelclub
Küchenspionage
Sonntagmorgen in der Deinerlinde und ich besuche die Küche. Dort sind seit dem frühen Morgen Renate Scheider und Claudia Thüne am Kochen. Menu 2: Gemüseauflauf. Menu 1: Rouladen mit Blumenkohl und Kartoffeln.
Wie schafft man es zu zweit im Laufe eines Vormittages Vorsuppe, zwei Hauptgerichte und den Nachtisch für 120 Personen zuzubereiten, möchte ich wissen, ernte aber nur einen mitleidigen Blick, den Frau Thüne für Laienköche wie mich reserviert zu haben scheint. Soviel kann ich aber erschließen: Es ist Kompetenz, Erfahrung und gute Organisation, die uns täglich leckere Essen ermöglichen. Und gute Vorbereitung! Die Kartoffeln hat der Kartoffelclub schon am Vortag geschält und auch die Rouladen wurden eine gute Stunde lang bereits am Samstag in Fett geschmort, in dem auch ein wenig Tomatemmark mit angeröstet wurde.
Heute am Sonntag müssen die Rouladen dann nochmals eineinhalb Stunden mit Flüssigkeit weiterschmoren. Zubereitet sind sie ansonsten so, wie ich es auch kenne, mit Senf, Pfeffer und Salz gewürzt und gefüllt mit Speck, Zwiebeln und Gurken.
Das besondere Geheimnis der Sauce will Frau Thüne allerdings auf keinen Fall preisgeben und verpflichtet auch Renate Scheider, die derweil schon Vorbereitungen für das Abendessen trifft, zum Stillschweigen.
Da zu einem guten investigativen Journalismus aber immer auch die Bereitschaft gehört, mutig unkonventionelle Wege zu gehen, gelang es das Geheimnis mittels eines, in einem unbeobachtetem Moment, schnell gemachten Fotos von Claudia Thünes Kochbuch zu lüften, dabei jede persönliche Gefahr ignorierend, die sich daraus hätte ergeben können, dass Frau Thüne gerade die Suppenkelle zur Hand genommen hatte. Was also ist nun das Geheimnis der Sauce? Siehe Foto!






