Der Deinerlinde Wochenbericht vom 17.4.2024
Tanztee
Na endlich! Am Samstag, dem 20.4., ist wieder Tanztee in der Deinerlinde. Um 15.30 Uhr geht es los und bis 16.45 Uhr wird das Tanzbein geschwungen, sei es mit oder ohne Rollator und gerne schwenken wir auch die im Rollstuhl sitzenden durch das Forum, denn da droht wenigstens nicht, dass man sich gegenseitig auf die Füße tritt.
An dieser Stelle nochmals die ausdrückliche Aufforderung an die Angehörigen, insbesondere die Söhne !!! und Enkel !!! sich gerne aktiv zum Tanzgeschehen zu gesellen. Zur erforderlichen Enthemmung gibt es Sekt mit und ohne Alkohol und irgendwelche Standardtänze braucht man auch nicht zu beherrschen. Die Senioren der Deinerlinde pflegen sich ekstatisch aber gänzlich unkonventionell dem Rhythmus hinzugeben, sei es beim Solotanz mit Rollator, dem Partnertanz im Rollstuhl oder der Polonaise.
Einbecker Geschichte(n)
Einen Zug durch die Einbecker Kneipenszene konnten die Besucher und Besucherinnen des abendlichen Bildervortrages von Walter Wilhelm Funcke am vergangenen Dienstag machen und mussten sich dabei noch nicht mal von ihren Stühlen im Forum erheben. 80 Gäste konnte die Deinerlinde begrüßen, deren Eintrittsgelder, zuzüglich der an diesem Abend gesammelten Spenden, der Einbecker Tafel zu Gute kommen werden.
Die Palette an Themen zur Einbecker Geschichte, die Herr Funcke beherrscht und mit Bildern zu belegen weiß, ist eine riesiger Schatz, den Herr Funcke bereit ist auch den Bewohnern und Bewohnerinnen der Deinerlinde künftig im Rahmen von Nachmittagsveranstaltungen zur Verfügung zu stellen.
Mit im Publikum des Vortrages saß auch Friedhelm Dehne, der bereits am Nachmittag mit seinem Akkordeon-Konzert das Forum gefüllt hatte. Beiden Akteuren sei gedankt.
Selbstverständlich
Freundlich, kompetent, ansprechbar. So erlebe ich die Mitarbeitenden der Deinerlinde. Freundlich helfen die Mitarbeitenden der Hauswirtschaft weiter, wenn jemand einen Wunsch hat. Kompetent erledigen die Mitarbeitenden der Pflege ihre Arbeit. Jederzeit ansprechbar sind Mitarbeitenden der Verwaltung oder der Haustechnik für Angehörige und Bewohnende. So soll es auch sein. Ist doch Selbstverständlich. Ist es auch. Nur nicht im deutschen Einzelhandel!
Früher, und das sind Zeiten an die ich mich nicht nur gut, sondern vor allem auch gerne erinnere, früher konnte ich ein Kaufhaus mit dem Vorsatz ein Jackett zu erstehen, betreten und traf dort in der Herrenabteilung auf einen meist etwas älteren Mitarbeiter im Anzug. Der blickte nur einmal an mir rauf und runter, wusste so meine Konfektionsgröße und während ich noch das erste der drei Saccos, die er mir gebracht hatte, anprobierte, erklärte er bereits: „Ich seh‘ schon, Sie brauchen etwas tailliertes, ich hol‘ Ihnen mal was.“
Gehe ich heute in ein Kaufhaus, dann ist die erste große Herausforderung, eine Verkäuferin zu finden. Und hat man eine erblickt, gilt es sie auch zu stellen. Da muss man wie beim Fußball die Räume eng machen und sie geradezu zum Kontakt zwingen. Dann könnte es wie folgt weitergehen: „Entschuldigung, ich suche ein Jackett.“ „Hängen da hinten“! Unfreundliche Antwort verbunden mit einer nicht ganz eindeutigen Handbewegung und schon hat sie sich womöglich zwischen Herrensocken und T-Shirts hindurch in die Unterhosenabteilung verflüchtigt, um weiteren Kundenfragen zu entgehen.
Wenn schon unfreundlich, dann wenigstens kompetent? In einem Baumarkt mit drei Buchstaben in Northeim wollte ich einen Exenter-Schleifer kaufen. Dort sind auch keine Mitarbeitenden da zu finden, wo man sie gerade braucht, aber immerhin gibt es eine Klingel an einem Tresen, mit der man sie herbeirufen kann. Je nach Baumarkt erklingt dann eine Stimme, „Wir sind sofort für Sie da“, oder es leuchtet ein Schild auf: „Wir sind auf dem Weg zu Ihnen.“ Ehrlicher wäre aber die Stimme würde den Text, „Wir sind irgendwann für Sie da“, sprechen und auf dem Schild wäre zu lesen: „Wir sind auf dem Weg zu Ihnen aber unsere Wege sind sehr, sehr lang“.
Im Falle meines Exenter-Schleifers kam nun eine Verkäuferin, die mir bezüglich meiner Bitte um Beratung erläuterte, sie sei aus der Gartenabteilung und hätte von Bohrmaschinen auch keine Ahnung. Dabei wollte ich ja auch gar keine Bohrmaschine, sondere eine Schleifmaschine, aber ich entschied mich dazu, ihr den Unterschied gar nicht erst zu erklären. Da war mir ihre Kollegin eine Woche später doch lieber, die mir zeigen wollte, wo das Schleifpapier hängt, um dann festzustellen, „Hier ist ja alles umgeräumt!“ und die mir anbot gemeinsam die Gänge abzusuchen. Genau! Deshalb fahre ich ja auch in den Fachhandel: Um mit den Verkäuferinnen gemeinsam zu suchen und Ihnen dabei den Unterschied zwischen Schleif- und Bohrmaschinen zu erläutern.
Wenn man im Einzelhandel schon nicht mehr unbedingt Freundlichkeit und Kompetenz erwarten darf, dann doch zumindest einen Ort, an dem man ansprechbare Menschen findet, die einem zudem noch einen ‚Guten Tag‘ wünschen: Die Kasse mit ihren Mitarbeitenden.
Die suchte ich in einem Einbecker Baumarkt mit vier Buchstaben neulich vergeblich. Geöffnet hatten nur die Kassen zum selber „einscannen“, wo man mit Karte zahlen soll, bewacht von einer Mitarbeiterin, damit man nicht schummelt.
Ich sprach einen Mitarbeiter an: „Entschuldigung, wo gibt es denn hier noch eine Kasse mit echten Menschen?“ Er wies auf eine Kasse mit dem Schild darauf: ‚Kasse geschlossen‘. „Aber die ist doch geschlossen!“ “ Irgendwann kommt da schon mal wieder jemand.“ Sprach’s und ging. Vielleicht sollte man das Lied von Nena, „Irgendwann, irgendwie, irgendwo“, zur Hymne des Einzelhandels machen. Selber suchen, sich selber abkassieren. Vielleicht bekommen die letzten Kunden abends demnächst einen Besen in die Hand gedrückt, um die Gänge zu fegen und die automatischen Türen öffnen sich erst, wenn der Baumarkt sauber ist. Daher wohl der Begriff ‚Selbstbedienung‘. Ist das die Zukunft des Einzelhandels?
Kürzlich hat gegenüber unserem Haus ein syrischer Supermarkt eröffnet. Damit dessen hässliche Lichterkette im Schaufenster nicht die ganze Nacht leuchtet, habe ich dem Besitzer kurzerhand eine Zeitschaltuhr geschenkt, die ich über hatte und gleich selber installiert. Seitdem bekommen wir die Tomaten immer billiger und zu jedem Einkauf nicht nur ein „Auf Wiedersehen!“, sondern auch „Alles gut Dir und beste Wünsche für Deine Familie.“ Es gibt doch noch Hoffnung! Volker Lemke
Termine für die Woche vom 22. bis 28.4.2024
Montag:
10.00 Uhr – Forum: Gymnastik
11.00 Uhr – Forum: Kartoffelclub
16.00 Uhr – Forum: Kreativgruppe
16.15 Uhr – Capella: Klingende Capella
Dienstag:
09.45 Uhr – Gartenzimmer: Hausorchester
10.00 Uhr – Café: Ratestunde
11.00 Uhr – Forum: Kartoffelclub
16.00 Uhr – Forum: Kegeln
Mittwoch:
10.00 Uhr – Forum: Brettspiele
11.00 Uhr – Forum: Kartoffelclub
16.00 Uhr – Forum: Bingo
Donnerstag:
10.00 Uhr – Café: Lesestunde
11.00 Uhr – Forum: Kartoffelclub
16.00 Uhr – Forum: Gymnastik
Freitag:
ab 8.30 Uhr – Wohnbereiche: Marktwagen Deinerlinde
10.30 Uhr – Capella: Wochenschlussandacht
11.00 Uhr – Forum: Kartoffelclub
Samstag:
11.00 Uhr – Forum: Kartoffelclub
14.00 – 17.30 Uhr: Café Deinerlinde
Sonntag:
14.00 – 17.30 Uhr: Café Deinerlinde




