Der Deinerlinde Wochenbericht vom 15.11.2023
Modenschau …
Papier ist nicht Papier
Falls Sie es schon gesehen haben, werden sie sich gewundert haben. Das Papier auf dem Sie beispielsweise ihren Speiseplan ausgedruckt bekommen, hat von nun an einer etwas andere Tönung. Leich gelblich könnte man den Ton nennen. Woran liegt das? Und warum nun neues Papier?
Zunächst einmal: Der Verbrauch von Papier hat von Jahrzehnt zu Jahrzehnt immer mehr zugenommen. Die Zeiten wo man mit Papier sorgsam umging und irgend welche unbedruckten Rückseiten oder gar die Ränder von Zeitungen zum Schreiben verwandte, sind längst vorbei. Und dass mit dem Einzug von Computern die Zeit des „papierlosen Büros“ anbrechen würde, hat sich als Trugschluss erwiesen.
Die Herstellung von Papier aber ist nicht unproblematisch. Die Art der Bewirtschaftung von Nutzwäldern zur Gewinnung des Holzes, aus dem Papier in der Regel besteht, steht schon seit langem in der Kritik, ebenso wie der, mit der Produktion von Papier verbundene, enorme Wasser- und Energieverbrauch, sowie die mit der Bleiche des Papiers verbundene Umweltbelastung durch Chemikalien.
Die beste Alternative zu solchem Papier ist immer noch das zu 100% aus Altpapier gefertigte Recyclingpapier ohne Bleichung, erkennbar am blauen Engel des Umweltbundesamtes. Dieses Papier aber funktioniert nicht so ohne weiteres auf unseren Drucken, wie die Mitarbeiterinnen der Verwaltung berichten und so hat sich Frau Schlüter auf die Suche nach einer Alternative gemacht und meint eine solche gefunden zu haben, die wir nun ausprobieren. Papier aus Zuckerrohr. Genauer gesagt aus dem Abfallstoff, der bei der Zuckerproduktion aus Zuckerrohr anfällt und den man Bagasse nennt.
Diese Bagasse wurde nicht weiter chemisch gebleicht und das erklärt auch die Färbung des Papiers. Auch die Energie für die Produktion des Papiers entsteht aus der Verbrennung eben dieser Bagasse.
Der Trend weg vom Holz als Grundstoff von Papier ist aber keine Erfindung unserer Zeit. Ursprünglich waren Leinen und Hanf die Grundstoffe für die Papierproduktion, die sich, eben dank dieser Inhaltsstoffe, durch lange Haltbarkeit auszeichnete, wie die vielen gut erhaltenen Bibeln in den Museen bezeugen. Auch damals gab es schon Recycling, denn Leinen und Hanf fanden zuerst ihren Weg in die Herstellung von Stoffen. Diese wiederum wurden dann von Lumpensammlern eingesammelt und den Papiermühlen zugeführt.
Derzeit erlebt Hanf und Leinen als Nutzpflanzen eine Renaissance und es bleibt abzuwarten, ob sie bald auch in der Papierherstellung wieder an Bedeutung gewinnen werden. Bis dahin aber probieren wir es erstmal mir unserem neuen Zuckerrohrpapier
Capella
Kunst in der Capella – derzeit zu sehen:
Edwin Long – „Die Auffindung des Moses durch die Tochter des Pharao“ von 1886
Klingende Capella – Montag, 16.15 Uhr
Flötentöne – Hans-Jürgen Hufeisen: „Raum für meine Seele“
Termine für die Woche vom 20. bis 26.11. 2023
Montag:
10.00 Uhr – Forum: Gymnastik
11.00 Uhr – Forum: Kartoffelclub
16.00 Uhr – Forum: Kreativgruppe
16.15 Uhr – Capella: Klingende Capella
Dienstag:
09.45 Uhr – Gartenzimmer: Hausorchester
10.00 Uhr – Café: Ratestunde
11.00 Uhr – Forum: Kartoffelclub
16.00 Uhr – Forum: Konzert Friedhelm Dehne
Mittwoch:
10.00 Uhr – Forum: Spiele
11.00 Uhr – Forum: Kartoffelclub
15.00 Uhr – Forum: Bingo
Donnerstag:
10.00 Uhr – Café: Lesestunde
11.00 Uhr – Forum: Kartoffelclub
16.00 Uhr – Forum: Gymnastik
Freitag:
ab 8.30 Uhr – Wohnbereiche: Marktwagen
10.30 Uhr – Capella: Wochenschlussandacht
11.15 Uhr – Forum: Kartoffelclub
16.00 Uhr – Gartenzimmer: Curling
Samstag:
10.00 Uhr – Forum: Curling
11.15 Uhr – Forum: Kartoffelclub
14.00 – 17.00 Uhr Café Deinerlinde
16.00 Uhr – Forum: Gedenkgottesdienst „Ihr seid nicht vergessen“
Sonntag:
10.00 Uhr – Gartenzimmer: Curling
14.00 – 17.00 Café Deinerlinde






