Der Deinerlinde Wochenbericht vom 10.6.2020

Die einen dürfen rein – die anderen dürfen raus

Neue Besuchsregeln, die Sie ebenfalls unter „Aktuelles“ in einem eigenen Artikel im Detail nachlesen können, haben nun Klarheit geschaffen und Freude bei Bewohnern und Bewohnerinnen, wie auch ihren Angehörigen ausgelöst. In diesen Regeln ist klargestellt, dass die Bewohnenden des Hauses das Recht haben, in ihren Zimmern Besuch zu empfangen, wenn auch nur einen Besucher gleichzeitig und dass sie ebenso das Recht haben das Haus zu verlassen – auch um sich zum Beispiel mit ihrer Familie zu treffen. Natürlich gelten auch weiterhin die üblichen Abstandsregeln und im Haus für die Besuchenden unter Anderem die Pflicht, einen Mund-Nasenschutz zu tragen. Um das Infektionsrisiko weiterhin zu minimieren, rät die Deinerlinde für Besuche die frische Luft in den vielen schönen Gärten der Deinerlinde zu genießen.

Feste feiern mit Abstand

Auf wie viele schöne Feste und Feiern haben wir nicht alles verzichten müssen: Das Maibaumfest, den Frühschoppen zum 1.Mai an der Kräuterschnecke, die musikalischen Gärten zu Pfingsten, den Pfingstgottesdienst unter dem Maibaum, Himmelfahrt am Hühnerstall, das Boule-Turnier und so manches mehr. Trotzdem läßt sich mit Abstand feiern, wenn auch vielleicht nicht so „gemeinsam“ wie früher. Zum zweiten Mal haben wir im Maronenhof gegrillt und von dort aus die Wohnbereiche mit Grillgut, Salaten und Bier versorgt und dort auch die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen beköstigt.

Der lange Weg einer Robine

2014. Im heutigen Maronenhof musste die prächtige Robinie fallen, um Platz zu machen für die Erweiterung des Obsthauses. Niedergestreckt füllten ihre belaubten Äste und die gewaltigen Teile des Stammes den ganzen Hof.

Holzgestalter Manfred Kraus-Schelle gestaltete aus ihr das Mobiliar des Hofes. So entstanden dort die Skulpturen und Bänke, die den Hof bis heute zieren. Einen Teil eines der Stämme schnitt er auf. Die Holzbohlen blieben dann sechs Jahre zur Trocknung im Bauerngarten gestapelt.

Im März diesen Jahres holte Herr Kraus-Schelle das Holz und machte sich an die Arbeit. Am 5.6.schließlich brauchte es vier kräftige Männer und einige Mühe, um alleine die Tischplatte hereinzutragen, die er aus diesem Holz gefertigt hatte. Von nun an lädt die mächtige Tafel mit ihrer einzigartigen Maserung und ihrer besonderen Geschichte dazu ein, an ihr zu speisen oder zu tagen oder – im wahrsten Sinne des Wortes – zu tafeln.