Qualitätsindikatoren anstelle von Pflegenoten

Mit den Reformen des Pflegeversicherungsgesetzes in den letzten Jahren wurde auch auf die Kritik zu dem Transparenzverfahren, in der Öffentlichkeit besser unter den Pflegenoten bekannt, reagiert. Bereits vor einigen Jahren wurde hierzu ein Forschungsauftrag erteilt, mit dem ein auf wissenschaftlicher Basis orientiertes Instrument zur Qualitätsbeurteilung entwickelt werden sollte. Dieses Instrument soll nun im Herbst 2019 eingeführt werden, nachdem es bereits bundesweit in einigen Pflegeeinrichtungen erprobt wurde. Mit der Einführung dieser neuen Qualitätsprüfung nach „Qualitätsindikatoren“ wird das bisherige System der Qualitätsprüfungen mit der Veröffentlichung durch die Pflegenoten abgelöst. Es wird somit dann keine Pflegenoten mehr geben, da festgestellt wurde, dass nach den Pflegenoten sowieso alle Pflegeeinrichtungen auf einem Notenniveau von gut bis sehr gut (2-1) liegen. Die mit der neuen Veröffentlichung verbundene Darstellung des Qualitätsniveaus in den Pflegeeinrichtungen orientiert sich dann an  neutralen Symbolen und stellt immer den Vergleich zum Durchschnitt der Prüfungen aus anderen Einrichtungen dar. Hierzu werden dann Kreise verwendet, die gefüllt oder nicht gefüllt sind. Die Beurteilung verläuft dann von „weit über dem Durchschnitt (5 gefüllte Kreise), als beste Bewertung bis zu „weit unter dem Durchschnitt (1 gefüllter Kreis, 4 nicht gefüllte Kreise), als schlechteste Bewertung. Es bleibt keineswegs langweilig in der Pflegelandschaft!